Aufgebrochen, um nach Hause zu kommen

Mazille-Tür1Nach einer wunderbaren Woche im
Carmel de la Paix bei Mazille
schrieb die 13-köpfige Gruppe aus Bensheim ihren Dank für eine wohltuende, anregende, besinnliche, Gemeinschaft stiftende und erfüllte Woche in das Gästebuch der Karmelitinnen.
Für viele der Teilnehmer ist das Kloster in den mehr als drei Jahrzehnten, in denen die Fahrt von Heilig Kreuz aus jährlich durchgeführt wird, zu einer zweiten Heimat mit vielen persönlichen Beziehungen untereinander und zu den Schwestern geworden.
Aber auch die fünf Teilnehmerinnen, die in diesem Jahr das erste Mal dabei waren, waren sich einig, dass man sich an diesem Ort durch die Ruhe, die malerische Lage im burgundischen Hügelland, die Gottesdienste mit wunderschönem Gesang der Schwestern, ihre Offenheit und Herzlichkeit und vor allem ihr überzeugendes Glaubenszeugnis gleich wohl fühlen kann.

Mazille-TurmEnde der 1960er Jahren entschieden sich die Karmelitinnen, ihr Kloster aus der zu geschäftig gewordenen Stadt Chalon-sur-Saône aufs Land zu verlegen. Die zum neuen Standort gehörenden Gebäude bilden architektonisch einen interessanten Gegensatz zwischen den Betonbauten der 1970er Jahre und den alten Stallungen und Wirtschaftsgebäuden des damals erworbenen Bauernhofs, die teilweise in schlichte, aber zweckmäßige Unterkünfte für die vielen Gäste umgebaut worden sind. Mazille-HausAber auch der landwirtschaftliche Betrieb wurde aufrechterhalten und trägt mit zum Lebensunterhalt der Schwestern bei. Auch die Gäste sind eingeladen, bei der Feld- und Gartenarbeit zu helfen, wobei gar nicht so sehr die Effizienz im Vordergrund steht, sondern die kontemplative Seite der Arbeit. Wie bei den Mahlzeiten beschränken sich Gespräche auf das Allernotwendigste, um auch hier Achtsamkeit in Stille zu üben.

Mazille-GartenGelegenheit zum Gespräch gab es während des Aufenthalts trotzdem genügend, denn neben der Teilnahme an den Gebetszeiten und der Arbeit blieb der Gruppe auch genügend Zeit für gemeinsame Spaziergänge, verschiedene Ausflüge und abendliches gemütliches Beisammensein. Besonders eindrucksvoll war ein Gespräch der Gruppe mit zwei der deutschen Schwestern, die im Carmel leben. Hierbei wurde die Aufgeschlossenheit, aber auch die tiefe Religiosität der Ordensfrauen noch einmal besonders deutlich.

Tief beeindruckt von den vielen positiven Erfahrungen machte sich die Gruppe auf den Heimweg und freut sich schon auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Text und Bilder: Christel Demtröder