Frauenanteil in kirchlichen Führungsebenen wächst

Zum Thema „Frauen gehen in Führung – auch in der Kirche“ trug die Organisationsberaterin Dr. Ursula Stroth am Donnerstagabend (10.10.2013) im Pfarrzentrum Heilig Kreuz aktuelle Zahlen und Tendenzen vor. Laut einer Erhebung aus dem Jahr 2012* ist der Frauenanteil in Leitungsfunktionen innerhalb der kirchlichen Verwaltung in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Bei bundesweit insgesamt 150.000 Beschäftigten (ohne Caritasverband) beträgt der Frauenanteil auf der obersten Führungsebene 13 Prozent und auf der mittleren 19 Prozent. Die Entwicklung zeige, dass das Thema Führung nicht auf die Zulassung zur Weihe beschränkt werden könne. Eine weiter steigende Zahl von Frauen in kirchlichen Führungspositionen könne zu einer Kulturveränderung weg von einer Männerkirche beitragen. Verantwortlich für die Förderziele in der Personalentwicklung sei jedes einzelne Bistum für sich selbst. Die Referentin, die eigene Erfahrungen aus der Organisationsberatung von Unternehmen mitbringt, zog Vergleiche zum Frauenanteil in nichtkirchlichen Unternehmen, in dem Kirche nicht so schlecht abschneide und sich ähnliche Herausforderungen zeigten. Weil die Kirche jedoch den Anspruch auf eine Vorbildfunktion für die Gesellschaft erhebe, müsse man auch exemplarische Lösungen etwa zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf erwarten.

20131011-190315.jpg
Ursula Stroth referiert über Frauen in kirchlichen Leitungsfunktionen. Quelle: Gerd Müller

20131011-190328.jpg
Pfarrer Josef Belényesi begrüßt die Referentin des Abends Ursula Stroth. Quelle: Gerd Müller