Gelebter Glaube in Afrika – zwei junge „Missionarinnen auf Zeit“ berichteten

Am Missionssonntag waren in unserer Pfarrgemeinde die beiden Studentinnen Simona Buck und Theresa Wehrle zu Gast. Beide nahmen an der Eucharistiefeier um 10.00 Uhr teil und berichteten während des Gottesdienstes von ihren Erfahrungen als ehrenamtliche Helferinnen in Afrika. Beide hatten sich dem Projekt „MissionarIn auf Zeit“ (MaZ) angeschlossen und mit bedürftigen Kindern und Menschen gearbeitet – Theresa in Nigeria, Simona auf Sansibar. Sie erklärten der versammelten Gemeinde, dass der Begriff „Missionarin“ wenig mit dem historisch tradierten Bild zu tun hat. Vielmehr leisteten beide sehr praktische Hilfsdienste vor Ort – sie unterrichteten zum Beispiel Kinder in Sprachen.
In den afrikanischen Ländern konnten die jungen Christinnen erleben, dass dort Glaube sehr direkt und emotional gelebt wird, dass der Alltag der Menschen mit ihrem Glauben verwoben ist. Gottesdienste sind lebhaft, voller Musik und Gesang und dauern bisweilen über zwei Stunden. Die Menschen, die oft nur das Lebensnotwendige besitzen, spenden von dem Wenigen noch so viel wie möglich an ihre Kirche. Denn in den beiden Ländern – wie großen Teilen der Welt – gibt es kein Steuersystem, das die Kirche und die Gemeinden finanziert. Die jungen Frauen brachten bewegende Emotionen und viele wertvolle Erfahrungen mit zurück in ihre Heimat und teilten diese mit den Gottesdienstbesuchern in Heilig-Kreuz.
Auch Pfarrer Josef Belenyési betonte, dass unsere Kirche offen sein und auch Impulse aus anderen Erdteilen aufnehmen kann.
Der Missionssonntag stand in diesem Jahr unter dem Zitat aus Jer 29,11: „Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben“. Die Kollekte soll an diesem Tag an die ärmsten Gemeinden in der Welt gehen. Und die wertvolle und großherzige Arbeit junger Menschen, wie Simone und Theresa, gibt der Welt ein gutes Stück Hoffnung.

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