Heilig Kreuz feierte am 14. September Jubiläum und Patronatsfest

Vor 55 Jahren – am 14. September 1959 – wurde in Bensheim-Auerbach die
Heilig Kreuz Kirche von Bischof Dr. Albert Stohr feierlich geweiht. Es
war, so der Wormser Pfarrer und Zeitzeuge Monsignore Leo Veith eine
Zeit, „in der Kirchen gebaut wurden und die Öffentlichkeit diskutierte,
ob man nach dem erst kurz vergangenen Kriege nicht besser Wohnraum für
Menschen schaffen sollte.“ Doch die Menschen hatten das tiefe Bedürfnis
nach Gemeinde, nach Heimat und nach Kirchen, um ihren Glauben in
Gemeinschaft leben zu können. Viele von ihnen – gerade in
Bensheim-Auerbach – waren aus ihrer Heimat im Osten vertrieben worden
oder geflüchtet.

Pfarrer Leo Veith hielt die bewegende Predigt am Jahrestag und
Patronatsfest des Heiligen Nikolaus. Er hielt Rückblick und zeigte
Perspektiven für lebendiges Christentum und unterstrich die auch heute
noch nachhaltige Bedeutung der Kirchenbauten für die Gläubigen.
Eingeladen hatte ihn Pfarrer Josef Belénysi aus bestem Grund. Denn
Pfarrer Veith war im Jahr 1959 Sekretär am Mainzer Bischofssitz und
unterzeichnete damals die Urkunde zur Kirchenweihe. „Ich kann mich noch
gut an die Einweihung erinnern“, so der Priester.

Ebenfalls zum Festtag eingeladen waren die ehemaligen Auerbacher Pfarrer
Engelbert Prieß und Eduard Schließmann. Gemeinsam zelebrierten sie mit
den Pfarrern Josef Belényesi und Leo Veith die Eucharistiefeier und
gedachten des verstorbenen Pfarrers Karl M. Schipp.
Messe zum 55jährigen Jubiläum in Heilig Kreuz Bensheim

Musikalisch festlich gestaltete die Formation XPraise den Gottesdienst. Die feinfühligen
modernen geistlichen Lieder zusammen mit der filigranen und harmonischen
Instrumentalisierung gaben dem Gottesdienst einen festlichen Rahmen und
schufen einen weiteren Bezug zur lebenden Kirche des 21. Jahrhunderts.
Heilig Kreuz präsentiert sich als lebendige Gemeinde. Zum Symbol für die
Gemeinschaft sind die gebrannten roten Ziegelsteine geworden, aus denen
die Gründer einst die Kirche erbauten. Die Kirchenbesucher am Sonntag
erhielten beim Eintritt von Pfarrgemeinderätin Monika Kupka Ziegelsteine
mit Jahreszahl, aus denen am Altar „Stein auf Stein“ eine Mauer
aufgebaut wurde.

Im Anschluss an den Gottesdienst versammelten sich viele junge und
ältere Besucher noch zum gemütlichen Plausch bei Weißwurst, Brezeln und
Weizenbier im Pfarrzentrum.