Den Frieden schreiben für Syrien – eine Aktion der Ministranten unserer Pfarrgemeinde

In seinem Angelusgebet vom 1. September rief Papst Franziskus zum aktiven Einsatz für den Frieden auf. „Der Schrei nach Frieden erhebe sich laut, auf dass er die Herzen aller erreiche; auf dass alle die Waffen niederlegen und sich leiten lassen von der Sehnsucht nach Frieden“, so der Papst.

Der Ruf ging um die Welt. Johannes Kupka, ein engagierter Ministrant in der Auerbacher Heilig-Kreuz-Gemeinde, beschloss auf das Gebet hin, auch eine „Aktion“ ins Leben zu rufen. Auch er war, wie so viele Menschen, betroffen von den Schreckensbildern und -botschaften aus Syrien. Doch, wie so oft, wenn Kriege und Katastrophen auf der Welt wüten, geraten diese schnell wieder aus dem Fokus der Medien und in die Vergessenheit. Aber sie sind weiter da und kosten täglich das Leben Unschuldiger. Doch was können Jugendliche von sich aus tun, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen?

Gemeinsam mit seiner Schwester Franziska und den anderen Ministranten der katholischen Pfarrgemeinde überlegten die jungen Leute, wie sie die Kriegs- und vor allem Friedensproblematik dauerhafter in das Bewusstsein der Menschen zumindest in ihrem Umkreis bringen können. Dann kam die zündende Idee: „Wir schreiben den Frieden für Syrien“. Im Gottesdienst wurde über die menschliche Katastrophe in Syrien berichtet. Über sechs Wochen konnten nun auf Papier persönliche Friedensbotschaften oder einfach das Wort „Frieden“ aufgeschrieben werden. Ein großes Banner vor der Kirche machte auf die Aktion aufmerksam. Tische und Bänke, Papier und Stifte waren Tag und Nacht im Freien der Eingangshalle zugänglich.

Zur Überraschung der Ministranten nahmen viele Außenstehende teil. Auch die Schüler der gegenüber beheimateten Schillerschule zeigten Interesse und formulierten individuelle Friedensbotschaften. Der Kindergarten der Pfarrgemeinde malte Bilder. „Ich war erstaunt, wie genau die Kinder im Kindergarten über die Geschehnisse in Syrien informiert sind“, berichtet Franziska Kupka. Am Sonntag, 10. November, wurden die gut 300 Friedenswünsche als Kollage im der Gemeinde im Gottesdienst präsentiert. Diese hatten Ministranten und Kindergartenkinder zuvor zusammengestellt. Dabei waren auch Wünsche in Arabisch, Russisch und Chinesisch, es gab Gebete und Aufrufe aus allen Altersgruppen. „Wir waren von der Anteilnahme selbst überrascht“, so Initiator Johannes. Er und seine Schwester gestalteten den Gottesdienst gemeinsam mit den Ministranten und riefen damit wieder die Situation in vielen Kriegsgebieten der Welt ins Bewusstsein. Dabei geht es ihnen nicht um Konfessionen – alle Menschen brauchen Frieden. „Mit der Aktion wollten wir an das Bewusstsein der Menschen appellieren, dass wir uns nicht emotional abschotten“, so formulierten es die Ministranten. Das ist ihnen gelungen. Die Friedensbotschaften sollen nun auch für die Zukunft einen dauerhaften Platz in der Kirche finden.

Die Ministranten der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Auerbach - Friedensaktion

Die Ministranten der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Auerbach - Frieden schreiben für Syrien

Friedensgrüße für Syrien

Friedensgrüße und -botschaften für Syrien - Katholische Pfarrgemeinde Heilig Kreuz Bensheim

Frieden für Syrien - Kollage mit Friedensgrüßen

Die Kollage der Friedensgrüße in der Heilig Kreuz Kirche

Friedensgrüße für Syrien - Kollage in der Kirche

Friedensgrüße für Syrien - Kollage in der Kirche

Die Ministranten der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Auerbach

Friedensaktion für Syrien - Die Ministranten der Gemeinde Heilig Kreuz in Bensheim-Auerbach

Friedenswünsche für Syrien

Friedenswünsche für Syrien

Friedenswünsche für Syrien

Friedenswünsche für Syrien

Friedenswünsche für Syrien

Friedenswünsche für Syrien