Von Kindern und Jugendlichen, einer mittelalterlichen Burg und Werwölfen

Ministrantenfreizeit auf der Burg Hohenberg an der Eger

Am Morgen des 15.10.2012 trafen sich 16 Kinder und Jugendliche, um gemeinsam mit Gemeindereferentin Birgitta Zahnleiter ins herbstliche Fichtelgebirge aufzubrechen. Nach einer lagen Zugfahrt mit mehreren Umstiegen, vielen Runden „Mau Mau“ und „Skat“ erreichten sie schließlich ihr Domizil für die folgenden fünf Tage und Nächte: Die Burg Hohenberg.

Auf dem abwechslungsreichen Programm, das Birgitta Zahnleiter gemeinsam mit den Gruppenleitern Emily Ryan, Dominik Jahn, Johannes Kupka und Florian Vierneisel vorbereitet hat, standen neben lustigen Spielen spannende Ausflüge rund um die Burg und in die Umgebung.

Bei einer Führung durch die Burganlage „Hohenberg“ erfuhren alle mehr über die mittelalterliche Lebensweise und Rechtssprechung. So durfte auch ein Besuch in der Folterkammer der Burg nicht fehlen. Dass der Burgbrunnen eigentlich im Mittelalter 89m tief war, dann aus Stabilitätsgründen vor etwa 20 Jahren bis auf 33m zugeschüttet wurde und heute nur noch 29m tief ist, fanden alle lustig. Warum das so ist? Wer wirft keine Steine rein, um zu hören, ob im Brunnen Wasser ist und wie lange der Stein fällt? Mit der anschließenden Burgrallye konnten die Kinder und Jugendlichen ihr Wissen über die Burganlage noch vertiefen.

Bei strahlendem Sonnenschein machte die Schnitzeljagd, während der die Kinder und Jugendlichen verschiedene Aufgaben lösen mussten und beim traditionellen MT- Spiel die Gruppenleiter schlugen, viel Spaß.

Vergnüglich war auch der Spaziergang durch die malerische Herbstlandschaft über die nahe Grenze in die Tschechei. Unterwegs probierten alle das Heilwasser der Carolinenquelle, das sprudelt und sehr eisenhaltig ist. Das schmeckte zwar kaum einem, war aber ein interessantes Geschmackserlebnis. Außerdem lernten die meisten wie man mit Eicheln pfeifen, mit Gräsern tröten und auf Fingern pfeifen kann.

Ein Höhepunkt der Freizeit war der Ausflug ins Felsenlabyrinth bei Wunsiedel. Es ist Europas größtes Felsenmeer. Beim Erklimmen der großen Felsen müssen auch enge Gänge und schmale Spalten durchkrabbelt werden. Besonders faszinierend waren die verschiedenen Felsformen und eine Turmruine, zu der es auf den ersten Blick überhaupt keinen Weg gab. Aber auch die kleinen Dinge am Wegrand wie z.B. Fliegenpilze und von Pilzen überwucherte Baumstümpfe machten den Ausflug zu einem besonderen Naturerlebnis.

Doch eigentlicher Höhepunkt der Freizeit war das Spiel „Werwolf“. Bei diesem Rollenspiel ziehen die Teilnehmer einen Charakter (Werwolf, Bürger). Die Werwölfe versuchen die „schlafenden“ Dorfbewohner durch Fingerzeig nacheinander umzubringen. Doch nach jeder Nacht wird Dorfrat gehalten. Alle versuchen im Gespräch die Werwölfe, die „tagsüber“ nicht erkennbar sind, im Gespräch zu enttarnen. Runde für Runde scheidet so ein weiterer Mitspieler aus. Gelingt es den Bürgern vor dem „Tod“ des letzten Dorfbewohners alle Werwölfe zu entlarven, gewinnen sie das Spiel, andernfalls die Wölfe. Verschiedene andere Charaktere innerhalb der Bürger, wie z.B. Mädchen, Seherin und Hexe bringen noch mehr Spannung ins Spiel.

Bei den abendlichen Spielerunden in einer der gemütlichen Burgstuben durfte „Werwolf“ nicht fehlen.

Am Samstag, 20.10. kamen am frühen Abend alle müde, aber wohlbehalten wieder in Auerbach an.