Firmvorbereitung

Begleitung auf dem Weg zur Firmung

Wie kann man Jugendlichen von seinem Glauben erzählen?

Wie kann man die Begeisterung weitergeben, die man selbst erfahren hat?

Jedenfalls nicht in trockenen „Schulstunden“, womöglich mit Lehrbuch und Hausaufgaben. Darum geht das Begleiterteam des Glaubenskurses auch andere Wege als Schule.

Mit der Firmung wird der Weg der Aufnahme in die Kirche, die mit der Taufe beginnt, abgeschlossen. Es ist der Ritus der eigenständigen Entscheidung des erwachsen werdenden Christen. Als Sakrament, also als wirkende Kraft Gottes, wird in der Firmung der Firmbewerber mit den Gaben des Heiligen Geistes beschenkt und diese Verbindung einmalig ‚besiegelt‘. Das bedeutet die persönliche Zusage Gottes, die für das ganze Leben die Berufung in die Gemeinschaft der Christen bestätigt. Sie berechtigt und verpflichtet zum konkreten Mittun im Gottesdienst, zur Mitsprache in der Gemeinde und zur Teilhabe an der Sendung der ganzen Kirche.

Jugendliche mit circa 15, 16 Jahren können am Firmkurs in der Gemeinde Heilig Kreuz teilnehmen. Er ist die Vorbereitung auf dem Weg zu einer eigenen, persönlichen Entscheidung der Jugendlichen für den Glauben in dieser Kirche und zur Spendung des Firmsakraments. Er verbindet aktive und reflektierende Elemente.

Kernpunkt des Kurses sind gemeinsam und in kleineren Gruppen durchgeführte Projekte. Bei diesen „Aktionen“ werden unterschiedliche Facetten gelebten Glaubens und christlich motiviertem Handeln in und um die Gemeinde kennen gelernt. Darunter sind diakonisch geprägte Aktionen, bei denen die in den Blick genommen werden, die eher am Rand unserer leistungsgeprägten Gesellschaft stehen. Aber auch Möglichkeiten der inhaltlichen oder kreativen Auseinandersetzung werden angeboten. Beispiele sind u.a. ein Austausch mit Patienten der Suchtklinik Falkenhof oder Besuch des katholischen Kindergartens oder alter Menschen. Andere drehen einen Filmes über Kirche in Auerbach, gestalten die Osterkerze der Gemeinde oder erleben Schöpfung in einer besonderen Tour. Die angebotenen Projekte hängen auch davon ab, was Gemeindemitglieder einbringen können und wollen.

Die Kandidaten sollen Anknüpfungspunkte für dezidiert christliche Lebens- und Handlungsweisen entdecken und bewusst werden lassen. Die hier – und natürlich darüber hinaus gehende – gemachten Erfahrungen erleichtern in der „Reflektion“ die anstehende Entscheidung, sich am Ende firmen lassen. Wir wollen, dass die Jugendlichen zu einer bewussten Entscheidung kommen.

Die in kleineren Gruppen durchgeführten Projekte werden durch eine Reihe gemeinsamer Termine und ganz zentral einem Firmseminar mit intensiven Gesprächen, Meditationen und kreativem Tun in einem Bildungshaus umrahmt. Das Firmseminar besteht aus zwei Teilen, die derzeit einmal extern in einem Jugendhaus in der Nähe und zum anderen durch Seminartage im Pfarrzentrum durchgeführt werden. Diese Kombination von Aktion und Reflexion wird geistig spirituell begleitet und vertieft durch unterschiedliche Gottesdienste in der Gemeinde aber auch im Pfarrverbund oder im Bistum.

Kontakt: Barbara Oberst                 barbaraoberst@aol.com