Tierfriede als Vorbild

Rund 20 Hunde und ihre menschlichen Familien kamen am Sonntag am Schönberger Kreuz zusammen. Im Geiste Franz von Assisis hatte die Pfarrei Heilig Kreuz Auerbach gemeinsam mit Gittes Hundetraining Bergstraße einen Tag vor dem Welthundetag zur Hundesegnung eingeladen.

Hundesegnung am Schönberger Kreuz

Hundesegnung am Schönberger Kreuz

Das Kreuz, das vor hundert Jahren von Marie Gräfin zu Erbach-Schönberg errichtet wurde, sei heute noch steinerne Mahnung zum Frieden, sagte Ulrich Kuther in seiner Ansprache. Zwar hörten wir die Kanonendonner nicht mehr in unserer Nähe, von denen Marie zu Erbach-Schönberg 1915 in ihren Tagebüchern schrieb, aber wir lernten heute mehr und mehr Menschen kennen, die vor Kriegswirren geflüchtet sind. Hundefreunde könnten Momente mit ihren Hunden erleben, die sie ahnen ließen, was bedingungsloser Friede und Harmonie ist.

Gitte Kuther mit Salome, deren Name von hebräisch Schalom (= Friede) kommt und Friedfertige, Friedvolle bedeutet

Gitte Kuther mit Salome, deren Name von hebräisch Schalom (= Friede) kommt und Friedfertige, Friedvolle bedeutet

Davon erzählte auch die Lesung aus dem Propheten Jesaja. Da wohne der Wolf, der noch wilde, ungezähmte Hund, beim Lamm. Da spiele das Kind am Schlupfloch der Natter, ohne dass etwas passiert. An diesem prophetischen Tierfrieden könnten Menschen ablesen, wie sie einander Frieden bringen könnten.
Den Segen über Tier und Mensch nahm Pfarrer Josef Belenyesi, Pfarrei Heilig Kreuz, Auerbach, vor, der seit kurzem selbst Hundebesitzer ist.

(Text und Bilder: Ulrich Kuther)